lichtspiele
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↑ Gedanken

Imperfektion I

Wann ist ein Foto gut genug?
Was sind Fehler und ab wann machen sie ein Foto unbrauchbar?

Was heißt das überhaupt?
Und für wen?

Als Anfänger versucht man, die Technik zu beherrschen.
Perfekte Schärfe, perfekte Komposition.
Doch irgendwann kommt die Wirkung ins Spiel.
Und Prioritäten verändern sich.

Am Ende des Traums:
Dieses Werk ist voller technischer Fehler.
Rauschen. Bildfehler. Fragmente. Dunkel. Kontrastarm.
Und doch fühle ich hier etwas.
Das Bild will erfahren werden. Es interessiert sich nicht für technische Fehler.
Es wirkt auf anderen Ebenen.

Erinnerungen im Werden:
Genauso wie hier,
wo Imperfektion des Seins für mich eine Imperfektion der Erinnerung darstellt.
Erinnerungen sind (wie auch die Sagrada Família) unfertig, verschwommen –
nicht perfekt.

Technische Perfektion ist nicht mein Ziel.
Wenn ein Foto etwas in jemandem auslöst, können Fehler unwichtig werden.
Und vielleicht sind sie sogar Teil der Wirkung.
(In einem Traum "sieht" man auch nicht alles scharf.)

Menschen lesen Fotos unterschiedlich.
Durch Lebens- und Bildungserfahrungen sowie persönlichem Geschmack.
Nie wird einem einzelnen Menschen alle Kunst gefallen.
Deswegen ist Kunst so "breit".

Du bist Fotograf/Künstler und würdest so eine Webseite auch gerne haben? Sprich mich an.